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Unsere Gelübde
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Gottes Sehnsucht nach uns und unsere Sehnsucht nach Gott bilden den Kern unseres Lebens. Die Gelübde sind der Bund unserer Zugehörigkeit zu Gott. Wir schenken uns in den Gelübden ganz Gott.
Oft ist es schwierig für Menschen den Sinn der Gelübde zu verstehen. Und das ist verständlich, scheinen die Gelübde auf den ersten Blick doch eine Einschränkung zu sein. Warum würde denn jemand freiwillig auf Besitz, auf Ehe, auf ein eigenbestimmtes Leben verzichten?
Um die Gelübde, oder - wie sie auch heissen- die evangelischen Räte zu verstehen, müssen wir sie mit den Augen unserer Sehnsucht nach Gott und Gottes Sehnsucht nach uns betrachten. Die Gelübde ziehen uns mehr und mehr in eine tiefe Beziehung zu Gott.
Die Gelübde mit diesen Augen betrachtet führen uns in die Tiefe unserer Beziehung zu Gott.
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Das Gelübde der Armut - eine Einladung zum LOSLASSEN
Das Gelübde der Armut spricht von unserer Sehnsucht, Gott, als Antwort auf Seine Liebe, zu unserem höchsten Gut werden zu lassen.
Das Gelübde der Armut lädt uns ein, Gott immer mehr unseren wichtigsten Besitz werden zu lassen. Ihm möchten wir alles schenken. Nichts- weder Besitz, noch Ansehen, noch Stellung, noch Beziehungen- hat den Vorrang über unsere Beziehung zu Gott.
Im Gegenzug soll auch uns Nichts in Besitz nehmen. Das Gelübde der Armut macht uns frei von Abhängigkeiten. Es schafft Raum für unser Leben in Gott, es macht uns frei, leer und offen für Gottes liebendes Wirken an, in und durch uns.
Das Gelübde der Armut drückt aber auch unsere Solidarität mit denen aus, die nichts haben. Sowie Jesus ganz arm geworden ist, nichts für sich behalten hat, so versuchen wir einen einfachen Lebensstil zu leben im Bewusstsein, dass wir aufgefordert sind, mitzubauen an einer gerechteren Welt.
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Das Gelübde der gottgeweihten Ehelosigkeit-- Einladung zu ÜBERLASSEN
Das Gelübde der Ehelosigkeit spricht von unserer Liebe zu Gott.
Es lädt uns ein, einzutreten in eine tiefe persönliche Beziehung zu Gott, die uns herausfordert, Christus das Zentrum unseres Lebens werden zu lassen.
Das Gelübde der gottgeweihten Ehelosigkeit lädt uns ein, uns Christi Liebe ganz zu überlassen. Wir lassen zu, dass uns Gott über alles liebt und stellen unsere Liebe zu Gott über alles und vor alles andere. Im Leben in der Gemeinschaft entfaltet und vertieft sich unsere Liebe zu Christus und zu den anderen und wir werden befähigt uns in dieser Liebe senden zu lassen.
Im Leben des Gelübdes der Ehelosigkeit lernen wir nach und nach Christus immer ähnlicher zu werden, so dass Seine Liebe-unsere Liebe wird und ausstrahlt auf alle,die uns begegnen.
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Das Gelübde des Gehorsams - Einladung zu ZULASSEN
Unser Gelübde des Gehorsam macht uns frei, mit unserem Leben einzuschwingen in den Plan Gottes für die Welt.
Wir lassen zu, dass Gott einen einzigartigen Plan für jede von uns hat.
Jesus’ ganzes Leben war darauf ausgerichtet, den Willen Gottes zu suchen und ihn zu erfüllen. Wie Jesus versuchen wir Gottes Willen für uns zu erspüren, so wie er sich in den konkreten täglichen Situationen des Lebens zeigt. Gehorsam verlangt daher ein gutes Urteilsvermögen. Mit Hilfe der Gemeinschaft und im genauen Hinhören lernen wir nach und nach, die Dinge und Ereignisse zu durchschauen und in ihnen, Gott und Seinen Willen zu erkennen.
Wir werden frei, diesem Ruf Gottes für uns, den wir gemeinsam erkannt haben, grosszügig zu antworten und verfügbar zu sein und uns senden zu lassen, wohin jede von uns gerade gebraucht wird.
Im Vertrauen auf den Heiligen Geist gehen wir, wohin wir gesandt werden und setzen uns mit ganzer Kraft ein, unseren Auftrag zu erfüllen.
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