Mariannhiller Missionsschwestern vom kostbaren Blut

 

Kurze Übersicht über die Geschichte der Kongregation der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut

 

Der Anfang unserer Kongregation war unkonventionell und abenteuerlich:

Denn gegründet wurden wir von einem Trappisten- einem Mönch aus einem der strengsten und zurückgezogensten Orden- in Südafrika, als eine missionarische Gemeinschaft von Frauen. Wie war dies möglich?

1882 kam Prior Franz Pfanner auf die Bitte eines Bischofs mit 30 Patres und Brüdern aus der von ihm gegründeten Abtei Maria Stern in Banjaluka ans Kap der Guten Hoffnung um dort eine Trappistenabtei aufzubauen. Und in allen Schwierigkeiten ,die ihn erwarteten, war er tatsächlich eine Hoffnung!

Denn Franz Pfanner, ein Trappist aus Vorarlberg, mit dem missionarischen Weitblick eines Paulus kam in Südafrika zur Erkenntnis: Es geht nicht ohne Frauen, wenn Frauen sozial und religiös erreicht werden sollen. 

Auf einen Blick sah er, daß die sozialen Nöte so groß waren, dass sie aktiven und nicht nur kontemplativen Einsatz erforderten. Die Vision MARIANNHILL begann Gestalt anzunehmen.

,,Wenn nur Christus verkündet wird‘‘, war das treibende Motto für alle Schwierigkeiten und notwendigen Aktionen.

1885 fingen fünf junge Frauen aus dem deutschsprachigen Raum auf einen seiner originellen Werbeaufrufe Feuer:

Der 8.September, das Fest Maria Geburt, wurde der Geburtstag der “Missionsschwestern vom Kostbaren Blut‘‘. Pater Franz Pfanner wollte Missionshelferinnen, keine Trappistinnen, nicht einmal Klosterfrauen. Alle Berufe waren ihm willkommen, alle Temperamente. Einzige Voraussetzung: Liebe zu Gott und den Menschen.

 

1886 war eine 21-jährige Frau unter den Neuankommenden, die für die Gemeinschaft so wesentlich wurde wie ihr Gründer: Maria Josefa Edmunds. Als ,,Mutter Paula‘‘ wird sie mit Recht Mitbegründerin genannt. Sie leitete mit Klugheit die junge Gemeinschaft und verstand es, den Visionen Abt Franz Pfanners frauliche Gestalt zu geben.

Bald hiess es: Die - damals so genannten- ,,roten Schwestern‘‘ haben nur den einen Fehler: es gibt zu wenige, obwohl es 1888 bereits 177 Mitglieder waren.

Trotzdem hatte die Vision von Abt Franz keine Grenzen. Nach dem Motto : “Unser Missionsgebiet ist das Reich Gottes und das hat keine Grenzen” wurden erst in Südafrika und dann auch in Europa mehr und mehr Stationen und Häuser errichtet.

1891 wurde ein erstes Ausbildunghaus in den Niederlanden eröffnet, 1898 die ersten Stationen im heutigen DRCongo sowie in Tansania. 1908 kamen die Schwestern nach Kenia, 1909 nach Simbabwe. Es folgten Häuser in Deutschland (seit 1914), Dänemark (seit 1916) , Mosambik (seit 1924) , den USA (seit 1925), Österreich (seit 1935) , Papua Neuguinea ( seit 1948) sowie in Kanada (seit 1951) , Portugal (seit 1958) , Italien (seit 1970) , SüdKorea (seit 1986) , Rumänien (seit 1993) und Sambia (seit 1996). Die letzte Neugründung ist eine kleine Gemeinschaft im Südsudan.

Mehr über die Geschichte unseres Hauses in Wernberg finden Sie hier.