Geschichte

Fränkische Adelsfamilien wanderten ab dem 11. Jhdt. in Kärnten ein, darunter im 12. Jh. die Sponheimer. Sie stellten von 1122-1279 die Herzöge von Kärnten.

Wernberg wird in einer Urkunde vom 17. November 1227 erstmals erwähnt, die den Abriss einer Draubrücke bei Wernberg sowie die Übergabe des Schlosses Wernberg an das Bistum Bamberg festlegt. Das Schloss hatte Bernhard von Sponheim gebaut, um den Handel auf der Drau kontrollieren zu können.  


Schloss Wernberg
1519 wird Wolfgang Khevenhüller, ein angesehener Villacher Stadtbürger, als Herr auf Wernberg genannt. Als sein Sohn Sigmund ohne männliche Nachkommen stirbt, erben seine Vettern den Besitz.
Zwischen 1570 und 1575 lässt Georg Freiherr von Khevenhüller die Burg in ein stattliches Renaissanceschloss umbauen. Paul Freiherr von Khevenhüller  muss 1629 im Zuge der Gegenreformation das Schloss verkaufen und Kärnten verlassen.  Nach mehrfachem Besitzerwechsel kauft 1672 Abt Christoph Kaponig von Ossiach das Schloss. Er stockt die Gebäude auf und stattet sie im Inneren neu aus. Unter Abt Virgil Gleißenberger wird die Schlosskirche errichtet und von 1737 bis 1753 mit Fresken des Kärntner Malers Josef Ferdinand Fromiller ausgeschmückt.
Das Schloss galt damals als eines der schönsten Kärntens und die Benediktinermönche behielten es bis zur Aufhebung des Klosters Ossiach durch Kaiser Josef II. im Jahr 1783.
Der Staat zog Wernberg ein und verkaufte es bald. Nun folgten bis in das 20. Jh. hinein nicht weniger als zwanzig Eigentümer. Damit war auch ein Niedergang verbunden. So konnten 1935 die Missionsschwestern vom Kostbaren Blut  diesen Besitz erwerben, als sie für die rasch wachsende Gemeinschaft ein Ausbildungshaus in Österreich suchten.

Mit großem Eifer sanierten die Schwestern den verwahrlosten Betrieb. Erst in den Jahren 1962 bis 1964 konnte die profanierte Schlosskirche restauriert und wieder geweiht werden. 1969 wurde der ursprüngliche Südosttrakt abgebrochen und durch einen schlichten Neubau ersetzt. 1999 erhielt dieser Bau eine Verlängerung nach Südosten hin. Zugleich wurde eine Hackschnitzelanlage errichtet, die den gesamten Komplex mit Wärme versorgt.

Schlosseingang und die Klosterkirche