Die Berufung zum Ordensleben- kann man sie überhaupt beschreiben?

Es gibt viele Erklärungsansätze und doch greift jeder davon zu kurz. Die persönliche Berufung zum Ordensleben erlebt jede von uns auf ihre ganz einzigartige Weise. Es ist ein einzigartiges persönliches Geschehen zwischen Gott und dem Menschen.

Gott ruft. Gott ruft jeden Menschen. Berufungen sind vielfältig. Nicht Jeder oder Jede ist gerufen zu einem Leben im Kloster. Trotzdem hat Gott für jeden Menschen einen Plan, eine besondere Bestimmung und Aufgabe - einen einzigartigen gottgeschenkten Sinn. Diesen Sinn zu erspüren, zu entdecken und ihn in und mit unserem Leben umzusetzen, ist Gottes Einladung an uns alle. Wenn wir uns auf diese Einladung einlassen, machen wir uns auf einen Weg, auf dem wir bewusst hinhören und hinschauen und auf dem sich uns unser persönlicher, gottgeschenkter Sinn mehr und mehr- meist in einem lebenslangen Prozess - erschließt.

Manchmal erfahren wir Gottes Ruf direkt in unserem Leben, sehr oft jedoch ruft Er leise, mitten in unserem alltäglichen Kleinkram und Stress. Gott spricht in alltäglichen Begegnungen mit anderen Menschen, Er spricht zu uns in unseren Talenten und Fähigkeiten und in dem, was uns erfüllt und Freude bringt. Er spricht in Ereignissen und Geschehnissen und Er spricht in unserer Sehnsucht.

Nelly Sachs sagt: " Alles beginnt mit der Sehnsucht..."