Treffen: Verein Friends of Sanya Juu

Frühjahr: Samstag, 06.04.2019

Safariurlaub oder Kilimanjarobesteigung, das sind oft Gründe einmal nach Tansania zu reisen. Trotz gemäßigtem Tourismus ist das Land selbst aber immer noch eines der ärmsten der Welt. Sr. Josefi Patreider hat den Verein „Friends of Sanya Juu“ gegründet, um den Chancenlosen doch eine Chance zu geben.

Eine bessere Bildung für Mädchen ist unser Ziel. Sie sollen dadurch in ihren Familien und Berufen selbst mithelfen die Situation vor Ort zu verändern und zu verbessern. Mit unseren Spenden helfen wir bei der Finanzierung des Schulgeldes. In unseren Treffen hören, schauen und sprechen wir über unser Tun und unsere Erfahrungen.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schön es ist, im freundschaftlichen Rahmen, Hilfe konkret werden zu lassen.

Sie alle sind eingeladen! Ein herzliches Willkommen an Sie, an Dich, an Euch!!!

Information und Anmeldung:

Beginn: 15:00 Uhr
Ende: ca. 18:00 Uhr, Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen

Frau Renate Maningi
Tel. Nr.: 0676/8227 7058
E-Mail: renate.markowitz@gmx.net

Friends of Sanya Juu - Kloster Wernberg

ist eine Arbeitsgruppe, die unsere Sr. Josefi PATREIDER, eine Schwester mit langer Afrika Erfahrung, hier in Österreich gegründet und viele Jahre begleitet hat.  Begonnen hat die Gruppe mit dem Schulprojekt

VISITATION GIRLS’ SECONDARY
SCHOOL in MOSHI – TANZANIA,
das sie tatkräftig finanziell und beratend unterstützt hat. Viele Mitglieder haben ihren finanziellen Beitrag in Form der Selbstbesteuerung geleistet. Diese Grundfinanzierung und ein beachtliches Spendenaufkommen privater Personen verstärkt durch Subventionen kirchlicher und staatlicher Institutionen ermöglichten es Sr. Josefi „eine“ erste Schulklasse der Secondary School im Jahre 2000 zu eröffnen.

Sr. Josefi’s Motto lautete: „Bedürftigen afrikanischen Mädchen -  unabhängig von Stammes- und Religionszugehörigkeit - eine Chance zu geben um mit einer guten Schulausbildung zu besseren Existenzmöglichkeiten in der tansanischen Gesellschaft zu kommen.“

In Zusammenarbeit mit dem Kloster und den tansanischen Projektpartnern vor Ort ist es Sr. Josefi bis zu ihrem Tod 2010 gelungen, die Schule auf acht Klassen zu erweitern, Schul- und Internatsblöcke zu bauen und die Gründung einer High-School in diesem Schulgelände noch zu erleben. Am 1. Nov. 2010 stirbt Sr. Josefi im Alter von 85 Jahren.

Ihre Botschaft vom Juli 2010 anlässlich des Festes „10 Jahre Visitation Secondary School und Eröffnung der High School“ ist wohl auch als Testament und Auftrag für die „Friends“ in Österreich und in Tansania zu verstehen:

„Wir haben wirklich hart gearbeitet, um eine Brücke zu bauen. Sie ist kostbar für uns, und ich bin sicher, sie ist auch kostbar für euch, liebe Freunde in Tansania. Eine Brücke muss von beiden Seiten her gebaut werden. Also war Kommunikation wichtig: Wir tauschten unsere Ideen aus, diskutierten die Notwendigkeit des Projekts und die Möglichkeiten des Landes. Und wenn es zu unterschiedlichen Auffassungen kam, beteten wir füreinander, intensivierten unser Gespräch, bis wir Einverständnis und Frieden erreichten. Diese Brücke der Freundschaft wollen wir intakt halten durch Liebe, Großzügigkeit und andere friedensstiftende Elemente.“

 

 „Friends of Sanya Juu – Missionskloster Wernberg“ :

Der Verein besteht seit März 2009 und setzt die Arbeit der Vorgängerorganisation „Selbstbesteuerungsgruppe (SBG) Friends of KIA and Sanya Juu“ fort, die 1991 auf Ersuchen der in der Region Moshi, Tanzania lebenden Bevölkerung gegründet wurde.

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Auskunft:
Frau Renate Maningi
renate.markowitzgmx.net
Tel. +43 (0)676/8227 7058 

oder
Sr. Andreas Weißbacher CPS
+43 (0)676/ 87722166
sr.andreasklosterwernberg.at

12.06.2016 - 25 Jahre Friends of Sany Juu

Am 12.06.2016 dankten wir bei einem sehr lebendigen Gottesdienst für sehr viel Gutes, das in den letzten 25 Jahren durch ein gut gelungenes Projekt der Entwicklungszusammenarbeit  mit Freunden in Tansania durch den Verein Sanya Juu (eine Selbstbesteuerungsgruppe, die unsere verstorbene Sr. Josefi gegründet hat) gewachsen ist und fruchtbar ist.

Viele Vereinsmitglieder, Freunde, ehemalige Volontärinnen und Volontäre waren gekommen, besonders erfreut waren wir über die Anwesenheit von Father Philbert und den Schwestern Alida und Digna von Our Lady from Usambara aus Tansania.

Die Predigt teilten sich Caritasdirektor Dr. Marketz und der evangelische Pfarrer Lutz Lehmann. Es war eine berührende Erfahrung von gelebter Ökumene, wie sie auch von Sr. Josefi immer gelebt und in ihrem Schulprogramm eingefordert wurde.

Eine Zusammenfassung  der Predigten, die Fürbitten und die Referate von Father Philbert, den beiden Direktorinnen und von Renate Maningi, der Obfrau des Vereins, sind unter dem Link http://www.kath-kirche-kaernten.at/dioezese/newsdetail/C3438/25_jahre_friends_of_sanya_juu zu finden.

Aus den Gedanken von Prof. Neuhold beim Festakt möchte ich nur die zwei Punkte hervorheben, die er laut eigener Aussage von seinen afrikanischen Studenten an der Uni Graz lernen konnte.

  1. Nach afrikanischer Philosophie gehören zur Gesellschaft nicht nur die jetzt lebenden Menschen, sondern auch die schon Verstorbenen und die, die erst geboren werden. Wir stehen also in großen Zusammenhängen, die wir mit bedenken müssen, wenn wir glücklich werden wollen. Alle sind eine große Familie.
  2. Wenn etwas entschieden werden muss, wenn ein Konflikt gelöst werden soll, dann ist das der Ort für ein Palaver, das Miteinander-Reden. Und jeder und jede muss einen Platz finden in diesem Gespräch: nicht nur die Gescheiten, nicht nur die Gesunden, nicht nur die Alten, nicht nur die Jungen. „Beim Reden kommen die Leute zusammen“, heißt es bei uns, bei meinen afrikanischen Freunden habe ich erfahren, dass es wirklich so ist.

Die ehemaligen Volontärinnen und Volontäre bereicherten mit ihren Erfahrungen das interessierte Publikum.

Ein Interreligiöses Gebet im Innenhof  vereinte zum Abschluss Buddhisten, Muslime, die trotz des Ramadan gekommen waren, Katechumenen aus dem Iran, evangelische und katholische Christen im innigen Gebet um Frieden. 

Franz Kantner dolmetscht die Schwestern Alida und Digna
Renate Maningi ehrt die „Säulen des Vereins“
Franz Kantner übersetzt Father Philbert, erster Partner von Sr. Josefi